Scania bringt
Bewegung
in die Baubranche

TEXT: Michael Brück
FOTOs: Gustav Lindh

Auf der Weltleitmesse des Baugewerbes „Bauma 2019“ vom 8. bis 14. April in München präsentiert sich Scania mit einer Vielzahl innovativer und vielseitiger Lösungen für das Baugewerbe.

Insgesamt vier Baufahrzeuge stellt Scania den Messebesuchern in Halle B4 (Stand 312) des Münchner Messegeländes vor. Zwei weitere Fahrzeuge sind im Außenbereich ausgestellt. Neben der weltweit hochgeschätzten Robustheit und Produktivität überzeugt die Scania Flotte auch dadurch, dass sie mit dem besonders umweltfreundlichen Kraftstoff HVO (hydriertes Pflanzenöl) betrieben werden kann.


„Wir alle werden auf Verbrennungsmotoren angewiesen sein, während sich der Wandel hin zu fossilfreien Fahrzeugen vollzieht“, erklärt Alexander Vlaskamp, Senior Vice President, Head of Scania Trucks, angesichts der von Scania weiterhin vorangetriebenen kontinuierlichen Verbesserung der Kraftstoffeffizienz. „Wir freuen uns, auf diesem Gebiet mit unserer 13-Liter-Motorenreihe deutlich verbesserte Lösungen präsentieren zu können“, so Vlaskamp.

Nachhaltige Alternativen

Der Scania 13-Liter-Reihensechszylinder-Motor wird dem Publikum in einem G 410 mit Betonmischer-Aufbau präsentiert. Das spezielle Fahrzeug verfügt über einen Erdgastank und wird sowohl mit Erdgas als auch mit Biogas betrieben, während der 8-Kubikmeter-Hybridmischer von CIFA aus Italien mit einem Elektromotor bewegt wird.


„Heute sehen wir deutlich, dass auch in der Baubranche ein Wandel in Richtung Nachhaltigkeit zu erkennen ist“, erläutert Jenny Engvall, Acting Product Director, Construction, Scania Trucks, und verweist auf die bedeutende Rolle, die Scania mit einer neuen Lkw-Generation bei der Entwicklung nachhaltiger Alternativen für die Branche übernommen hat. „Unser Betonmischer ist besonders leise und emissionsarm. Das macht ihn ideal für den Bau neuer Infrastrukturen in dicht besiedelten Städten“, so Engvall. Insgesamt neun verschiedene Verbrennungsmotoren für alternative Kraftstoffe sind erhältlich.


Bereits im vergangenen Herbst hatte Scania seine neuesten Hybrid-Lkw vorgestellt, deren Verbrennungsmotoren mit HVO betrieben werden können. Zudem sorgt ein Elektromotor für einen emissionsfreien und praktisch geräuschlosen Antrieb. Rein elektrisch angetrieben genügt die Leistung bei einem 26 Tonnen schweren 3-Achs-Kipper für eine Reichweite von zehn Kilometern. Die fortschrittliche Hybridtechnologie sorgt dafür, dass die Lkw strengste Umweltanforderungen erfüllen und dennoch problemlos lange Strecken zurücklegen.

Bärenstark auf schwierigem Terrain

Beste Gesamtwirtschaftlichkeit und höchste Verfügbarkeit sind nur zwei der überzeugenden Eigenschaften der Scania XT-Baufahrzeuge, die seit ihrer Einführung im Jahr 2017 überall dort zum Einsatz kommen, wo besonders robuste Anwendungen für das Bausegment gefragt sind. Pünktlich zur Bauma hat Scania den XT um weitere Leistungsmerkmale erweitert und zeigt eine repräsentative Auswahl an XT-Fahrzeugen, darunter einen Scania G 500 als Muldenkipper mit einer 8x4-Achskonfiguration und einem technischen Gesamtgewicht von 58 Tonnen. „XT ist unser Vorzeigeprodukt, das sich durch herausragende Leistung hervorhebt“, stellt Jenny Engvall die Baureihe heraus, die für lange Betriebszeit, Produktivität und Robustheit steht. „Wir haben Leistungsmerkmale wie neue Hinterachsaggregate, eine neue Vorderachse, Außenplanetenachsen, Achsgetriebe, Blattfedern, ein neues Getriebe und neue Lenkungskomponenten hinzugefügt“, erklärt Engvall. „Diese Komponenten bieten eine Robustheit, die man bei einem Einsatz außerhalb von Bergbaubetrieben selten antrifft.“


In den Fokus der Besucher werden insbesondere weitere Heavy-Duty-Komponenten für Bauanwendungen gerückt, die größtenteils als A-Order ab Werk erhältlich sind. Dabei sind technische Nutzlasten von bis zu 50 Tonnen erreichbar. Seine Vielseitigkeit stellt der XT durch eine Vielzahl verschiedener Einsatzmöglichkeiten unter Beweis. Dank des modularen Systems kann ein Scania XT sowohl für die Abfallbeseitigung genutzt werden wie auch als Schwerlastkipper in einem Bergwerk oder als Pritsche mit Kranaufbau zum Einsatz kommen. Der XT bietet somit maßgeschneiderte Lösungen für die typischen Bedürfnisse anspruchsvoller Kunden in der Baubranche. Den durchschlagenden Erfolg im Baubereich belegt ein Wachstum von 30 Prozent im Jahr 2018 in diesem Segment, wobei sich vor allem die Märkte in Großbritannien, Frankreich und Skandinavien besonders gut entwickelt haben.

Vernetzte Motoren für maximale Betriebszeit

Ein weiteres Messe-Highlight von Scania ist die vernetzte Motorentechnologie für Geräte, Fahrzeuge und Schiffe, die eine permanente Überwachung der Maschinen sowie eine optimierte Betriebs- und Einsatzzeit ermöglicht. „Mit den vernetzten Motoren können lange und ungeplante Ausfallzeiten vermieden werden“, erklärt Fredrik Järild, Vice President Sales, Scania Engines, und verweist auf die umfassende Erfahrung der Experten von Scania im Bereich der vernetzten Services. Mehr als 360.000 Fahrzeuge sind hier bereits vernetzt und bieten den Kunden einen deutlichen Mehrwert durch effiziente Prozesse und kundenfreundliche Tools.


Ausfallzeiten werden durch einen proaktiven Support reduziert. Die Telematik von Scania minimiert solche Ausfälle, indem sie den Unternehmen Daten zur Motorlaufzeit sowie ein benutzerfreundliches Planungstool bereitstellt, das etwa eine effizientere Koordination von Fahrzeugwartungen erlaubt. Zudem liefern die vernetzten Motoren auch Informationen zur genauen Position, zum Betriebszustand, zur Geschwindigkeit, die auf GPS-Daten basiert, zur Richtung und zu Bewegungsmustern von Geräten, Fahrzeugen oder Schiffen. So lassen sich Maschinen in Echtzeit nachverfolgen. Ein weiterer Vorteil: Die vernetzten Motoren liefern zusätzliche Daten über Kraftstoffverbrauch und tatsächliche Emissionen.

Maximale Effizienz für stabile Rentabilität

Professionell und schnell ausgeführte Wartungen sind in der Baubranche unerlässlich, denn härteste Einsätze auf meist unbefestigtem Untergrund und mit hohen Lasten verlangen den Lkw alles ab. Hier steht Scania Ecolution mit verschiedenen Servicebausteinen für maximale Effizienz und Nachhaltigkeit für Scania Lkw. Diese vernetzte Dienstleistung beinhaltet die Optimierung kompletter Scania Fuhrparks, die Analyse des Fahrverhaltens sowie Training und Coaching für die Fahrer.


Für Jenny Engvall steht das intensive Training der Fahrer im direkten Zusammenhang mit größtmöglichen Kraftstoffeinsparungen und der Senkung von CO2-Emissionen. „Selbst das beste Tool nützt nichts, wenn der Anwender nicht geschult ist“, erklärt sie. „Im Rahmen von Scania Ecolution bieten wir Services an, die mehr Effizienz und eine höhere Rentabilität für unsere Kunden zum Ziel haben.“


Durch die intuitiven Tools der Scania Fleet Management-Pakete, etwa des Control Pakets, werden Fortschritt und Leistung jedes Fahrers auf einfachste Weise sichergestellt. Auch hierzu können sich Scania Kunden auf der Bauma 2019 in München informieren.


Artikel teilen