Text: Andreas W. Dick
Fotos: Christian Houdek

Schweres bewegen

Die Kran-Mitterhauser GmbH aus Zell an der Pram in Oberösterreich hat sich auf schwierige – und vor allem schwere – Aufgaben spezialisiert. Das stellt auch an den Lkw-Fuhrpark höchste Anforderungen. Jüngster Neuzugang in der Flotte ist ein Scania R 580 V8 8x4.

Die Firmenchronik

Wind und Wetter spielen gelegentlich eine entscheidende Rolle in der Entwicklung eines Unternehmens. Im Falle von Helmut Mitterhauser waren es zwei der stärksten Stürme, die Österreich in den vergangenen drei Jahrzehnten heimgesucht hatten: Ende Februar und Anfang März 1990 zogen sie als „Vivian“ und „Wiebke“ benannt über große Teile des Landes. In Linz-Hörsching wurden Windgeschwindigkeiten von 147 Kilometer pro Stunde gemessen, in Wien 130 Kilometer pro Stunde aufgezeichnet. Es entstanden wirtschaftliche Schäden von rund drei Milliarden Schilling (entspricht 218 Millionen Euro).

Spezialisierung auf Hub- und Bergungsarbeiten

Die Firmenchronik der Kran-Mitterhauser GmbH aus Zell an der Pram im Bezirk Schärding im Innviertel beginnt exakt am 1. Februar 1990, als der gelernte Dachdecker- und Spenglermeister Helmut Mitterhauser das Gewerbe „Heben und Senken von Lasten“ anmeldet und seinen ersten, gebrauchten 20-Tonnen-Kran erwirbt. „Er war zwar schon ein rechter Oldtimer, hat uns aber bei den Dachdeckerarbeiten wertvolle Dienste geleistet.“ Vier Wochen später zogen „Vivian“ und „Wiebke“ mit voller Wucht auch über das Innviertel hinweg. „Die Stürme haben in unserer Gegend viele Dächer abgedeckt und daher für viele zusätzliche Aufträge gesorgt.“ Ende des Jahres spezialisierte sich seine Firma mit fünf Mitarbeitern und drei Kranen ganz auf Hubarbeiten und Bergungen. „Den Lkw-Führerschein hatte ich schon aus meiner Zeit als Dachdecker und Spengler. Das Erlernen der Bedienung der Krane ist mir als Bauernbub mit technischem Grundverständnis nicht schwergefallen“, erinnert sich Helmut Mitterhauser an die Anfänge.

Wir bewegen schweres

29 Jahre später beschäftigt der 55-jährige Unternehmer 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreibt eine Flotte von 50 Lkw und Kranfahrzeugen. Das vielfältige Leistungsportfolio wurde zwischenzeitlich um Schwertransporte und Maschinenumstellungen erweitert. Dabei bietet das Unternehmen seinen Kunden einen Rundumservice an, zu dem Behördengänge, eventuell erforderliche Straßensperrungen und beeidete Begleitungen gehören. Neben dem oberösterreichischen Heimmarkt werden unter dem einprägsamen Motto „Wir bewegen Schweres“ auch Auftraggeber in den Nachbarbundesländern betreut. Eine weitere wichtige Säule ist der Verleih von Mobilkranen mit Bedienpersonal. „Mit dem Kran allein fängt der Kunde ja nichts an, er braucht selbstverständlich auch fachkundiges Personal, das die Geräte bedienen kann.“

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Frontabstützung für höhere Stabilität

Zum Erfolgsrezept des Unternehmens gehört – neben gut ausgebildetem Personal – auch das zuverlässige technische Equipment. Bei Neuanschaffungen in seinem Fuhrpark entscheidet sich der Unternehmer immer öfter für Lkw mit dem Greif am Kühlergrill. „Die Fahrzeuge von Scania sind seit einigen Jahren die besten bei der Frontabstützung. Unser aktueller Scania R 580 V8 8x4 bietet hier tolle 18 Tonnen“, erläutert Helmut Mitterhauser. Die Frontabstützung erhöht die Standsicherheit und Stabilität durch spezielle Abstützzylinder und ermöglicht Kranarbeiten über das Fahrerhaus hinaus. Auf den Scania R 580 wurde ein Palfinger-Kran 65.002 mit einer maximalen Reichweite von 28,5 Metern aufgebaut. Hauptsächlich eingesetzt wird diese Kombination bei Dachstuhlarbeiten, dem Bau von Fertigteilhäusern und aktuell bei Revisionsarbeiten in einem Umspannwerk in der Nähe von Steyr.

Scania setzt maßstäbe

Schon in der Pipeline als nächster Mitterhauser-Neuzugang ist der Scania R 650 V8 A6x4NB. „Er setzt mit einer Frontabstützung von 25 Tonnen Maßstäbe in seinem Segment“, sagt Scania Verkaufsberater Herbert Mittermayr. Aus Unternehmersicht sind Fahrzeuge aus Södertälje ein nicht zu unterschätzender Erfolgsbaustein. „Scania macht die Fahrer glücklich und sorgt für eine sehr hohe Motivation im Job!“, bringt Helmut Mitterhauser die positiven Rückmeldungen seiner Fahrer auf den Punkt. Kranfahrzeuge wie der Scania R 580 absolvieren bis zu 40.000 Kilometer pro Jahr, die Fahrer sind bis zu zehn Stunden am Tag mit ihrem Lkw unterwegs. „Da sollen sie sich an ihrem Arbeitsplatz auch so wohl wie möglich fühlen können“, meint der Chef.

V8-Motor für den Erfolg

Paradebeispiel für einen Scania Fan unter den Mitterhauser-Fahrern ist Thomas Schreiner aus dem nahe gelegenen Rainbach im Innkreis. Gemeinsam mit dem Scania Verkaufsberater Mittermayr hat er den R 580 samt Kranaufbau konfiguriert und dann seinem Chef präsentiert. Neben der erwähnten Frontabstützung sind die Luftfederung und der kräftige V8-Motor wichtige technische Zutaten für ein im Tagesgeschäft erfolgreiches Kranfahrzeug.

Begeisterung für den Beruf

Alle Stückerln spielt auch die von Thomas Schreiner konfigurierte Komfortausstattung seines Scania. Eine geschmackvoll zusammengesetzte Lederverkleidung, Kühlschrank, Standheizung und -klimaanlage sowie die Scania eigene Kaffeemaschine lassen nahezu keine Wünsche offen und machen das Fahrerhaus des Scania R 580 fast zu einem zweiten Wohnzimmer. „Der Lkw ist wirklich ein Traum!“, schwärmt der 37-Jährige. Neben der Familie und dem Basteln an VW-Youngtimern zählt Thomas Schreiner auch das Kranfahren zu seinen Hobbys.

"Kranvirus" nennt Helmut Mitterhauser diese Begeisterung für den Beruf, die bei ihm und seinem Team besonders ausgeprägt ist. Bei Einstellungsgesprächen erkennt er recht rasch diese Leidenschaft bei seinem Gegenüber. Neben einer guten Sehkraft sollte jeder Bewerber zumindest ein bisschen mit diesem „Virus“ infiziert sein. „Das ebenfalls notwendige technische Verständnis ist bei jungen Männern, die wie ich auf einem Bauernhof aufgewachsen sind, immer noch deutlich größer als bei Bewerbern, die aus der Stadt kommen“, so die Erfahrung des Unternehmers.

Damit die Technik auch jederzeit und nach jedem Sturm einsatzbereit ist, werden die Lkw routinemäßig in der hauseigenen Werkstatt der Firma Mitterhauser gewartet. Für darüber hinausgehende Arbeiten stellt die nahe gelegene Scania Filiale in Haag am Hausruck eine optimale Betreuung sicher.

„Bei der bei einem Kran-Lkw besonders wichtigen Frontabstützung liegt Scania an der Spitze.“

Helmut Mitterhauser
Geschäftsführer Kran-Mitterhauser GmbH

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